M O T I O N
Werbeeinschränkungen für Tabakwaren
Der Regierungsrat wird beauftragt, Massnahmen zu treffen, damit Tabakwerbung
im Kanton Bern auf öffentlichem und von dort einsehbarem, privatem
Grund sowie in und an öffentlichen Gebäuden nicht mehr gestattet
ist.
Begründung:
Die Folgen des Tabakkonsums verursachen gemäss Bundesamt für
Gesundheit jährliche Kosten in Milliardenhöhe. Die Zigarettenwerbung
verspricht Erfolg, Freiheit und Abenteuer. Besonders bei jungen Menschen
zeigt diese Botschaft Wirkung.
In der Schweiz ist der Anteil der regelmässig rauchenden 15-Jährigen
von 15 % im Jahr 1986 bis 1998 auf über 25% angestiegen - Tendenz
weiterhin steigend (Zahlen: Schweizerische Fachstelle für Alkohol-
und andere Drogenprobleme "WHO-SchülerInnenbefragung 1998").
Am 28.3.02 hat das Bundesgericht in einem Grundsatzentscheid eine Beschwerde
gegen das neue Genfer Reklamegesetz vollumfänglich abgewiesen. Gemäss
diesem Bundesgerichtsurteil verstösst ein kantonales Tabakwerbeverbot
weder gegen die Wirtschaftsfreiheit, noch gegen das Binnenmarktgesetz,
die Eigentumsgarantie oder die Informations- und Pressefreiheit.
Münchenbuchsee, 28.8.02, Ruedi Löffel, EVP
eingereicht am 4.9.02
29 Mitunterzeichnende:
EVP:
Gerhard Baumgartner, Walter Bieri, Käthi Bula, Heinz Dätwyler,
Niklaus Gfeller, Markus Grossen, Erwin Sommer, Margrit Staub, Marianne
Streiff
GFL:
Thomas Heuberger, Anna-Maria Hofer, Mariann Keller, Marianne Morgenthaler,
Barbara von Escher, Johanna Wälti
SVP:
Charles Aebersold, Werner Aebischer, Bethli Küng, Werner Lüthi
(Fraktions-Präsident), Daniel Pauli, Ueli Spring, Beatrice Struchen,
Charles Steiner, Erich von Siebenthal
EDU:
Erwin Burn, Peter Ernst, Martin Friedli, Alfred Schneiter
CVP:
Stefan Lagger
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