|
Auf dieser Seite finden Sie alle
Beiträge zu den kantonalbernischen
Wahlen 2014.
Hier finden
Sie die Beiträge
zu den nationalen Wahlen 2011.
Hier finden Sie die
Beiträge zu den kantonalen Wahlen 2010.
Hier finden
Sie Medienberichte
zu den Wahlgängen 2006 und 2007.
Und hier finden
Sie Medienberichte
zu früheren Wahlen.
_____________________________________________________________________________________________________
mein smartspider
/ zur
smartvote-Übersicht
Berner Zeitung 31.03.14 Kanton Bern
Ein Sitzgewinn für SVP und GLP – und ein missratenes Comeback
Neben der BDP verliert auch die SP einen Sitz im
Wahlkreis Mitttelland-Nord. SVP und GLP gewinnen – Alt-Nationalrat
Andreas Brönnimann dagegen verpasst den Einzug in den Grossen Rat
genauso wie die Alt-Gemeindepräsidenten Christian Zahler und Hans
Rudolf Saxer. Stephan Küenzi
(...)
Gescheitert ist Andreas Brönnimann. Der EDU-Politiker aus Belp,
der im Herbst 2011 aus dem Nationalrat abgewählt worden war und
nun in den Grossratswahlen das politische Comeback versuchte, scheiterte
bereits am Proporz. Seine Partei schaffte im Wahlkreis Mittelland-Nord,
wo Brönnimann als Ortsfremder antrat, gar keinen Sitz.
Gewählt sind: SVP-West: Lars Guggisberg, bisher, 7703. Sabina
Geissbühler, bisher, 5714. Daniel Bichsel, neu, 5425. SVP-Ost:
Peter Brand, bisher, 6667. Hans Rudolf Schweizer, bisher, 5048. Annegret
Hebeisen, neu, 4165. SP Frauen: Eva Baltensperger, bisher, 8860. Ursula
E.Brunner, bisher, 7979. SP Männer: Roland Näf, bisher, 7815.
Daniel Wyrsch, neu, 5598. FDP: Beat Giauque, bisher, 7231. Eva Desarzens,
bisher, 6141. Corinne Schmidhauser, bisher, 6025. BDP: Anita Herren,
bisher, 6176. Bernhard Riem, bisher, 5698. Vreni Kipfer, bisher, 5197.
Grüne: Urs Muntwyler, bisher, 5538. Maria Iannino, bisher, 4530.
GLP: Franziska Schöni, bisher, 4711. Annette Toggwiler, neu, 2924.
EVP: Ruedi Löffel, bisher, 4345. Niklaus
Gfeller, bisher, 3574.
Berner Zeitung 31.03.14 Kanton Bern
Ein Königreich für Ruedi Löffel
Im Rathaus schwitzte man stehend den Wahlergebnissen entgegen.
Auf Twitter gings viel relaxter: Politik, komprimiert auf 140 Zeichen
– eine Wohltat. Und eine frankofone Offenbarung. Jürg
Steiner
(...)
Was ist mit Ruedi Löffel los?
Nicht, dass es einen wirklich durchschüttelt, wenn
man auf Twitter die Berner Wahlen verfolgt. Gelegentlich droht man sogar
einzuschlafen. Unter anderem, weil ein paar alte Bekannte plötzlich
schweigen. Ruedi Löffel etwa, Grossrat der EVP. Normalerweise kniet
er sich voll rein auf Twitter, kommentiert und retweetet, was das Zeug
hält. Eher etwas viel für Normalverbraucher. Aber jetzt, da
es realpolitisch abgeht: no comment.
Er steht zwar da, am Eingang zum Rathaus, leibhaftig, am Hemdkragen
das EVP-Emblem. Aber auf Twitter? «Spiez #BE14: #EVP 11,8% (plus
2,5%). Bravo!», ist während Stunden sein einziges Lebenszeichen
– hat der leidenschaftliche Twitterer am Ende kein Smartphone?
Man gäbe, ob der gespenstischen Ruhe, ein Königreich für
Ruedi Löffel. Um 20.15 Uhr endlich Entwarnung: «Liebe Leute
von @TeleBaernTV warum zeigt ihr die 12 Sitze der #EVP (+2) nicht????.»
Löffel lebt. (...)
Sämtliche Tweets zu den Wahlen im Kanton Bern lassen sich auf Twitter
unter den Hashtags #BE14 und #BEvote14 nachverfolgen.
Link
zum Beitrag auf BZ-online
Der Bund 21.01.14 Kanton Bern
EVP-Löffels Rezept
Der «Bund» begleitet den Wahlkampf der Parteien und Kandidaten
für die Wahlen vom 30. März mit einem Online-Blog. Redaktoren
und Politiker wechseln sich ab.
Heute ärgert sich EVP-Mann Ruedi Löffel über Listenverbindungen.
Er fordert den «Doppelten Pukelsheim».
www.wahltag.derbund.ch
So war's vor 4 Jahren:
bernerzeitung.ch 29.03.2010
be.ch 28.03.2010
Alle Wahlresultate im Detail
Hier
finden Sie alle Resultate der kantonalen Wahlen 2010 im Detail.
Und hier
die Detailsresultate aus meinem Wahlkreis
Mittelland-Nord.
Bund 26.02.2010 / Kantonale Wahlen 28. März / wahlen2010.derbund.ch
Von Realisten und Weltverbesserern
Du sollst sowohl rot-grün als auch bürgerlich politisieren
dürfen, lautet ein wichtiges Gebot der Evangelischen Volkspartei
(EVP). Andere Mitte-Parteien dürften ihren Erfolg nun aber bremsen.

Die grosse Frage an einem Abend vor vier Jahren war, ob James Bonds
erste Leinwand-Gespielin Ursula Andress die zweite Ehrenbürgerin
der Geschichte von Ostermundigen werden sollte. Natürlich, fand
das Parlament. Das ganze Parlament? Nein. Eine Ehrenbürgerin, die
sich als «verführerische Venus» sogar für den
«Playboy» ausgezogen hatte, ging der Evangelischen Volkspartei
(EVP) gegen den biblischen Strich. Allerdings ist bei solchen Fragen
Erfolglosigkeit das tägliche Brot der Partei, wie schon bei ihrem
Kampf gegen die Fristenlösung und gegen die Gleichstellung homosexueller
Paare mit Ehepaaren.
Besonders in der zu Ende gehenden Legislatur entpuppte sich die
EVP aber als wahre Wundertüte, die durchaus nicht päpstlicher
als der Papst sein will: Von rot-grünen bis hin zu bürgerlichen
Ansichten findet man alles. Das liegt auch an den unterschiedlichen
religiösen Überzeugungen der rund 1450 Mitglieder: Die Hälfte
gehört der Landeskirche an, 400 zählen sich zu einer Freikirche,
und mehrere Hundert leben ihren Glauben ganz ausserhalb der Kirche.
Was nun für die einen Konturlosigkeit ist, sehen die anderen als
Stärke.
«Wir sind eine echte Volkspartei
und schlagen uns nicht gleich die Bibel um den Kopf, wenn die Meinungen
auseinandergehen», wird Ruedi Löffel, Chefstratege und Grossrat,
nicht müde zu betonen. Das gängige Links-rechts-Schema
widere ihn an und passe nicht zur EVP. «Das heisst aber
nicht, dass wir Fahnen im Wind sind – unsere politischen Ziele
verfolgen wir konsequent.»
Gleiche Rechte für alle Eltern
«Die EVP mit ihrer Kombination
von konservativen Werten und politischer Offenheit ist speziell
und hat dank ihrer konfessionellen Verankerung treue Stammwähler»,
sagt der Politologe Werner Seitz. In letzter Zeit legte sie auf kommunaler
und kantonaler Ebene stetig zu. «Viele, die genug von der SVP
hatten, wählten uns», sagt Löffel. Auch in Zukunft will
er pro Jahr im Schnitt zwei Ortssektionen aus der Taufe heben. Im Grossen
Rat ist die EVP-Fraktion mit ihren 13 Mitgliedern die sechstgrösste
Gruppe. Ihre Arbeit in den letzten vier Jahren
gleicht einem bunten Bouquet. In die Nase sticht vor allem das
Rauchverbot in Restaurants, das auf eine Motion von Löffel zurückgeht.
Bei Fragen zu Bildung und Familie zeigt sich die EVP liberal. So hat
sie den Ausbau von Tagesschulen stets unterstützt. Auf einen Vorstoss
von Fraktionspräsidentin Marianne Streiff und Grossrätin Christine
Schnegg geht das Familienkonzept zurück, das Ergänzungsleistungen
für bedürftige Familien enthält. Allerdings ist noch
unklar, ob diese tatsächlich eingeführt werden. Anders die
Kinderzulagen: Dass diese im Kanton Bern 30 Franken höher sind
als beim Bund, ist einem Vorschlag von EVP, EDU und den Grünen
zuzuschreiben. «In den nächsten vier Jahren wollen wir dafür
sorgen, dass Eltern, die ihre Kinder zu Hause betreuen, nicht benachteiligt
werden», sagt Streiff.
«Von abgehoben bis bodennah»
Fast linker als Rot-Grün gibt sich die EVP in Sachen Energie und
Finanzen. Mit Josef Jenni hat sie einen Solar-Fachmann der ersten Stunde
unter ihren Parlamentariern. Sollte die Pflicht zum Sanieren schlecht
isolierter Wohnbauten im März nicht Teil des neuen Energiegesetzes
bleiben, droht die EVP gar mit einem Referendum. Dasselbe gilt fürs
Steuergesetz: Die EVP stemmt sich gegen Steuersenkungen,
will unbedingt Schulden abbauen. «Die kantonalen Finanzen
sind für uns das zentrale Thema der nächsten vier Jahre»,
sagt Löffel. Allerdings gibt es eben auch Themen, bei denen sich
die Partei bürgerlich gebärdet. So war sie für Videoüberwachung
an neuralgischen Orten des öffentlichen Raums. Im Hinblick auf
die nationale Abstimmung über die Senkung des Umwandlungssatzes
bei den Pensionskassen entschied sie sich ebenfalls für ein Ja.
Und schliesslich gibt es Anliegen, welche die EVP spalten wie Moses
das Meer: Dazu gehörten in letzter Zeit die Anti-Minarett-Initiative
und die Frage, ob Ausländer auf kommunaler Ebene mitstimmen dürfen.
Angesichts dieser Bilanz stellt sich die Frage, ob die EVP in den letzten
vier Jahren nach links gerutscht ist. «Tendenziell ja»,
sagt FDP-Fraktionspräsident Adrian Haas. «Aber in
ihren Reihen gibt es alles, von abgehoben bis bodennah, von Gewerblern
bis hin zu Weltverbesserern. Darunter sind einige gute Leute.»
Die EVP sei keine Partei der Winkelzüge, sagt SP-Präsidentin
und Grossrätin Irène Marti. «Wir arbeiten gut zusammen,
die EVP ist aber eindeutig eine Partei
der Mitte.» Auffällig sei, dass Redner der EVP in aller Regel
gut Bescheid wüssten über ihre Dossiers.
Ob das der Partei aber einen weiteren Wahlerfolg bescheren
wird, ist fraglich. Denn mit der BDP und den Grünliberalen buhlen
gleich zwei neue Parteien, die sich das Etikett «Mitte»
verpasst haben, um die Wählergunst. Bei den letzten Wahlen in der
Stadt Bern eroberten die beiden Neuen auf Anhieb Sitze im Parlament,
während die EVP Wähler verlor. «Die Mitte verteilt sich
neu», sagt auch EVP-Präsident Gerhard Baumgartner. Prognosen
seien schwierig. Dem stimmt Politologe Seitz zu: «Bis zu einem
gewissen Grad stehen GLP und BDP der EVP vor der Sonne, bedrängen
sie von links und rechts. Allerdings nehmen sie vor allem den grösseren
Parteien Stimmen weg.» Verheissungsvoller wäre die Ausgangslage
für die EVP mit ihrer eher kinderreichen Wählerschaft wohl,
wenn sie dem Grossen Rat das Stimmrecht ab Geburt hätte schmackhaft
machen können. Dieses hätten Eltern nämlich treuhänderisch
für ihre Kinder verwalten sollen. Aber eben: Bei manchen Fragen
steht die Partei allein auf weiter Flur. (Beitrag
online)
Fünf Fragen EVP-Fraktionschefin Marianne
Streiff
Welches ist derzeit das grösste Problem im Kanton
Bern?
Der Finanzplan im Kanton Bern zeigt tiefrote Zahlen, ein Grossteil der
Zusatzkosten fehlt darin noch, und die Steuererträge sind als Folge
der Krise dramatisch eingebrochen. Steuersenkungsgelüste sind in
dieser Situation verantwortungslos, und es ist absehbar, dass v.?a.
Randregionen unter schmerzhaften Sparmassnahmen zu leiden hätten.
Auf der Strecke bleiben auch antizyklische Investitionen in die Förderung
nachhaltiger Projekte von Umwelt, Bildung und sozialer Sicherheit.
Wie will die EVP es lösen?
- Die EVP will ihre konsequente Finanzpolitik weiterführen. Sie
bekämpft verantwortungslose Steuersenkungsfantasien weiterhin mit
Vehemenz.
- Die EVP unterstützt die Anstrengungen der Regierung zur Verhinderung
von neuen Schulden.
- Die EVP wird neue Ausgaben des Staates kritisch hinterfragen und nötigenfalls
verhindern.
Welche Partei steht einer Lösung des Problems am meisten
im Weg?
Die Parteiseilschaften, die mit unvernünftigen Steuersenkungsforderungen
den Kanton weiter in Schwierigkeiten und Schieflage bringen.
Wie viele Sitze wird die EVP bei den Grossratswahlen erzielen?
Mindestens gleich viele wie jetzt (13). Je ein Sitzgewinn ist allenfalls
im Berner Jura und im Emmental möglich.
Wie ist der Regierungsrat nach der Wahl parteipolitisch
zusammengesetzt?
2 SP, 1 Grüne, 1 FDP, 1 SVP, 1 BDP, 1 EVP.
Grauholz Post 20.01.2010 / Münchenbuchsee
Tochter macht Vater Grossratssitz streitig
Nadine Löffel aus Münchenbuchsee ist im Wahlkreis
Mittelland-Nord die jüngste Kandidatin für die Grossratswahlen.
Kräftemessen in Münchenbuchsee: Die noch 17jährige Nadine
fordert ihren Vater Ruedi Löffel
bei den Grossratswahlen heraus. Sie kandidiert für einen der EVP-Sitze.
Regula Zimmermann
Der Vater sitzt im Grossrat des Kantons Bern und die Mutter engagiert
sich im Grossen Gemeinderat Münchenbuchsee. Klar, dass sich auch
die vier Töchter für Politik interessieren. Die Idee, dass
die noch 17-jährige Nadine für den Grossrat kandidieren könnte,
hatte Vater Ruedi Löffel. «Nadine hat mich mit politischen
Fragen gelöchert und mir morgens die Zeitung aus den Händen
gerissen», erzählt er lachend. Nadine erklärt ihre Kandidatur
so: «Ich möchte ein Vorbild für die jüngere Generation
sein.» Vielleicht seien ihre Mitschüler am Gymnasium Hofwil
beeindruckt und überlegten sich, auch aktiv in der Politik mitzuwirken.
Umwelt und Familie liegen ihr am Herzen
Nadine, die am 23. Februar ihren 18. Geburtstag feiert, rechnet sich
nicht all zu grosse Chancen aus, am 28. März gewählt zu werden.
Aber sie will Stimmen für ihre Partei holen. Wie ihre Eltern gehört
sie der EVP an. Ihr liegen die Bereiche Umwelt und Familie am Herzen.
«Es istwichtig, dass es Personen gibt, die diese in der Politik
vertreten.» Kinder müssen nicht zwingend die gleiche Meinung
haben, wie ihre Eltern. Ruedi Löffel erinnert sich an seine Jugend:
«Meine Eltern waren in der SVP aktiv und wir hatten viele Auseinandersetzungen.»
Seine Grundhaltung umschreibt er so: «Ich will meinen Töchtern
Werte vermitteln, Entscheidungen müssen sie aber selber fällen.»
Name bringt nicht nur Vorteile
Ob der Name Löffel für Nadines Kandidatur von Vorteil ist,
wird sich zeigen. «Einerseits ist es gut, wenn man den Namen kennt.
Andererseits ist es ein Nachteil», sagt Nadine und schaut ihren
Vater entschuldigend an. Ruedi Löffel hat sich mit Vorstössen
wie «Stimmrechtsalter 0» oder «Schutz vor Passivrauchen»
nicht nur Freunde gemacht.
Maturarbeit zum Thema Kandidatur
Die Kollegen der Hip- Hop-Tänzerin und Jungscharleiterin finden
es cool, dass Nadine kandidiert. «Sie wollen mich wählen
und sagen es auch ihren Eltern weiter.» Die jüngste Grossratskandidatin
schreibt ihre Maturarbeit zu diesem Thema, sehr zur Freude ihrer Lehrerin.
Als in Nadines Klasse «Stimmrechtsalter 16» behandelt wurde,
hatte sie den Auftrag, dagegen zu argumentieren. «Sie war so überzeugend,
dass sie mich fast umgestimmt hätte», erzählt Ruedi
Löffel lachend. Er glaubt daran, dass seine Tochter mit ihrer kecken
Art ihren Weg machen wird.
Nach dem Beispiel «Markwalder»
Wer weiss, vielleicht kickt sie ihren Vater aus dem Grossrat. Das hat
es vor acht Jahren schon einmal gegeben. Christa Markwalder schnappte
sich den Sitz ihres Vaters Hans-Rudolf. «Ich würde mich natürlich
für dich freuen», sagt Ruedi Löffel zu seiner Tochter
gewandt. Die Zeit als Grossrat sei für ihn aber nebst der Hochzeit
etwas vom Besten, was ihm passiert sei. «Wenn man schon nicht
die Welt verändern kann, dann wenigstens im Kanton etwas bewirken.»
Was meint die Tochter zum Ganzen? «Ich würde dich würdig
im Rat vertreten.» rzi.
Berner Zeitung 13.01.2010
Eine Grossrätin fängt klein an
Sie ist die jüngste Kandidatin für den Berner Grossen
Rat. Die 18-jährige Nadine Löffel aus Münchenbuchsee
ist mit der Politik aufgewachsen: Der Vater der «Höfu»-Gymnasiastin
ist EVP-Geschäftsführer Ruedi Löffel.
Wird wohl sympathisch scheitern. (Bild: zvg)
Nadine Löffel: «Eine Kollegin hat gesagt, dass sie politisch
anders denkt, mich aber trotzdem wählt.»
Frau Löffel, Sie werden am 23. Februar 18-jährig
und sind damit die jüngste Kandidatin für den Grossen Rat.
Sind Sie ein Wunder-oder ein Musterkind? Weder das eine
noch das andere. Aber ich komme aus einer politisch sehr engagierten
Familie.
Ruedi Löffel, der Geschäftsführer der EVP
Bern, gilt nicht nur als Vater des Passivraucherschutzes, er ist auch
ihr leiblicher Vater. Darum erstaunt es nicht, dass sich
wenigstens eine seiner vier Töchter in diese Richtung entwickelt.
Sie haben keine Chancen, Grossrätin zu werden. Steigen
Sie Papa zuliebe als EVP-Listen-Füllerin in den Wahlkampf?
Nein. Ich unterstütze damit die EVP, die in meinem Wahlkreis Mittelland-Nord
unbedingt ihre drei Sitze behalten will. Zugegeben, meine Wahlchancen
sind bloss gering, aber ganz aussichtslos ist meine Kandidatur nicht.
Auf sicher haben Sie die Stimmen Ihrer Klassenkollegen am
Gymnasium Hofwil. Ich hoffe es. Eine Mitschülerin
hat gesagt, dass sie politisch anders denkt als ich, sich aber mir zuliebe
bei den Grossratswahlen für mich entscheiden wird.
Sympathie ist das billigste Wahlkampfmittel. Wie viel Geld
investieren Sie in Ihre Kandidatur? Ich beteilige mich
zwar aktiv am Grossratswahlkampf der EVP. Weil ich noch kein Geld verdiene,
kann ich mich finanziell nur wenig engagieren.
Grossräte verdienen jährlich etwa 15'000 Franken.
Was würden Sie mit diesem hübschen Zustupf anstellen?
Das weiss ich noch nicht. Vielleicht würde ich einen Teil für
später aufheben.
Für den «Höfu» lernen könnten
Sie während der Ratssitzungen. Das merkt niemand.
Nein, das will ich nicht. Wenn ich gewählt würde, könnte
ich auf das Verständnis der Gymerleitung zählen, müsste
mir aber überlegen, ob ich ein Schuljahr anhängen soll.
Am Ende der vierjährigen Legislatur sind Sie 22 und
ein anderer Mensch als heute mit 18. Wer Sie wählt, weiss nicht,
wie Sie sich entwickeln. Alle Menschen verändern
sich. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich in vier Jahren vollständig
andere politische Ansichten vertrete.
Diese Ansichten belegen Sie mit Ihrer Mailadresse. Sie endet
auf jesus.ch. Dokumentieren Sie Ihre Religion auch sonst so plakativ?
Ich will niemanden bekehren, aber ich stehe zu meinem Glauben. Ich will
die Schöpfung schützen und erhalten, und ich möchte,
dass die Politik mehr als bisher durch christliche Werte beeinflusst
wird.
Welche Themen wollen Sie sonst noch besetzen?
Nun, ich möchte, dass im Kanton Bern die Anliegen der Jugend stärker
in die Politik einfliessen.
Tönt schwammig. Lassen Sie mir etwas
Zeit. Ich bin Einsteigerin und müsste mich im Grossen Rat erst
noch einarbeiten.
(Link
zum Interview)
Medienmitteilung 06.01.2010
GROSSRATSWAHLEN Kanton Bern 28.03.10 -
Wahlkreis Mittelland-Nord
Die EVP steigt im neuen Grossratswahlkreis Mittelland-Nord
mit drei Listen in den Kampf um die 22 Parlamentssitze.
66 Kandidierende auf den Listen 1 (Stammliste), 2 (EVP Zukunft) und
3 (EVP Erfahrung) wollen mindestens zwei der drei bisherigen EVP-Sitze
verteidigen.
Die drei bisherigen Grossräte Gerhard Baumgartner (EVP Kantonalpräsident,
Ostermundigen), Niklaus Gfeller (Gemeindepräsident, Worb) und Ruedi
Löffel („Vater“ der bernischen Passivrauchschutzes,
Münchenbuchsee) treten alle zur Wiederwahl an.
Mit 28 Kandidatinnen kommt die EVP im Wahlkreis Mittelland-Nord auf
einen Frauenanteil von 42,42%. Das Durchschnittsalter der 66 Kandidierenden
beträgt 41 Jahre. Die jüngste Kandidatin (Nadine Löffel,
Gymnasiastin, Münchenbuchsee) wird im Februar 18-jährig, der
älteste Kandidat (Peter Röthlisberger, Landwirt, Rosshäusern)
wird im April 67-jährig.
Danke für Ihre Unterstützung!
Berner Zeitung 27.10.2009; Grosshöchstetten
EVP so stark wie sonst nirgends
Seit Sonntag gilt Grosshöchstetten als EVP-Hochburg. Nirgends
im Kanton Bern ist ihr Wähleranteil bei Gemeindewahlen höher.
Die Partei hat in den letzten Jahren ihre Stellung kontinuierlich ausgebaut.
Christian Liechti
SVP, SP und FDP haben in Grosshöchstetten einen Denkzettel kassiert.
Absenderin ist die EVP, die bei den Gemeindewahlen vom Wochenende einen
Wähleranteil von 28,14% erzielte. SVP (11,51%), SP (14,98) und
FDP (16,11) mussten sich deutlich geschlagen geben.
Erfolge auf dem Land
Wie ein Blick in die Statistik der EVP zeigt, ist der Wähleranteil
der Partei im Kanton Bern nirgends so hoch wie am Übergang vom
Aare- ins Emmental. Ähnliche Spitzenresultate wie in Grosshöchstetten
erzielten EVP-Politiker in den letzten Jahren auch im Berner Oberland,
im Emmental und im Oberaargau (siehe Kasten). In der Agglomeration Bern
hat Niklaus Gfeller gar das Gemeindepräsidium von Worb inne.
Ruedi Löffel wurde vom Wahlerfolg überrascht. (Bild: Adriana
Bella) |
«Aus den Socken gehauen»
EVP-Grossrat Ruedi Löffel ist seit zehn Jahren im Kantonalvorstand
mit der Arbeit an der Parteibasis betraut. Löffel berät
in seiner Funktion die Ortssektionen unter anderem im Hinblick
auf Wahlen oder auf Neugründungen. «Das Resultat der
Grosshöchstetter hat mich aus den Socken gehauen»,
sagt er. Löffel führt den Wahlerfolg besonders auf zwei
Faktoren zurück: Erstens seien in Grosshöchstetten mit
Martin Steiner und Susanne Schwarz Personen angetreten, die sich
seit Jahren für das Gemeinwohl engagierten. Zweitens sei
im Emmental das Potenzial von Wählerstimmen aus christlichen
Kreisen gross. Tatsächlich: Neben der Evangelisch-reformierten
und der Römisch-katholischen Kirchgemeinde sind mit der Freien
Evangelischen Gemeinde (FEG), der Freien Missionsgemeinde (FMG)
und der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA) gleich drei
Freikirchen in Grosshöchstetten ansässig.
Christliche Werte vertreten
Ruedi Löffel ist zudem auch davon überzeugt, dass «immer
mehr Leute die Werte, die die Bibel vermittelt, in der Politik
umsetzen wollen». Zu einer ähnlichen Einschätzung
gelangt Politologe Georg Lutz. «Den Mitgliedern der EVP
geht es nicht primär um ein politisches Programm, sondern
darum, christliche Werte stärker in der Politik zu vertreten.»
Weil die Zugehörigkeit zu einer Kirche nicht so schnell gewechselt
werde wie die Mitgliedschaft in einer Partei, könne die EVP
auf eine kontinuierliche Abstützung zählen. «Die
Motivation bleibt», so Lutz.
Stimmen von überallher
Martin Steiner (EVP), der am Wochenende mit 648 Stimmen das beste
Resultat aller Gemeinderatskandidatinnen und -kandidaten erzielt
hat, ist überzeugt: «Ich habe nicht nur Stimmen aus
kirchlichen Kreisen erhalten.» Querbeet sei die EVP-Liste
unverändert eingeworfen worden. |
Stellung stetig verbessert
Die EVP führt eine Statistik über Mitgliederzahlen und Wähleranteile
bei kommunalen, kantonalen und nationalen Wahlen. Nach eigenen Angaben
zählt die Partei im Kanton 1460 Mitglieder. Vor zehn Jahren waren
es gut 900. Tritt ein Mitglied der Partei bei, will die EVP wissen,
welcher Kirche es angehört. Wie die Statistik zeigt, zählt
rund die Hälfte der Mitglieder zur Evangelisch-reformierten Landeskirche.
Je rund ein Siebtel stammt aus der Evangelisch-methodistischen Kirche
(EMG) und aus dem Evangelischen Gemeinschaftswerk (EGW). Dies sind die
EVP-Hochburgen bei Gemeinderatswahlen: Grosshöchstetten (Wähleranteil
28,1%), Frutigen (25,8), Hasle (23,6), Melchnau (23,2) und Lotzwil (22,4).
Cho
zurück
|