M O T I O N
Mit Disc-Recycling
CO2-Ausstoss reduzieren und Erdöl sparen
Der Regierungsrat leitet Massnahmen ein,
um das Recycling von Discs wie CD’s und DVD’s
im Kanton Bern nachhaltig zu verbessern.
Die Recyclingquote soll bis ins Jahr 2015
von heute geschätzten 5 bis 10% auf mindestens
30% gesteigert werden.
Begründung:
Obwohl Rückgabemöglichkeiten bestehen, landen im Kanton Bern
jährlich mehrere Millionen gebrauchte CD’s im Kehricht.
Hauptgründe für diese vermeidbare Verschwendung von wertvollen
Ressourcen sind vermutlich die mangelnde Information der Bevölkerung
und das Fehlen von spezifischen Sammelbehältern.
CD’s und DVD’s bestehen zu über 90% aus Polycarbonat,
einem pflegeleichten Kunststoff mit hoher Transparenz, Temperaturbeständigkeit
und beachtlicher Resistenz gegen Verformungen. Der Herstellungsprozess
ist energieintensiv und teuer. Für eine Disc von 15 g werden etwa
30 g Erdöl gebraucht.
Das Recyclieren von Polycarbonat trägt dazu bei, den CO2-Ausstoss
zu reduzieren und die nicht erneuerbare Ressource Erdöl zu schonen.
Im Recyclingprozess kann das Polycarbonat von Discs in hoher Reinheit
wieder-gewonnen werden. Es dient dann als Ausgangsstoff für eine
Vielzahl neuer Produkte beispielsweise in der Medizintechnik.
Weil die bisher gesammelten Mengen zu klein sind, existiert in der Schweiz
noch keine Disc-Recycling-Anlage.
Dass die Bereitschaft der Bevölkerung gross ist, die ausgedienten
Datenträger einer sinnvollen Wiederverwertung zuzuführen, zeigt
ein Pilotversuch der Migros Ostschweiz. Seit Anfang März 2009 nehmen
drei Filialen in Winterthur, Wetzikon und Frauenfeld ausgediente CD’s
zurück. In den ersten drei Monaten haben die Kundinnen und Kunden
dort bereits mehrere hundert Kilogramm CD’s abgegeben.
Münchenbuchsee, 22.07.09
Ruedi Löffel-Wenger (EVP)
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