Platzprobleme am Seeland Gymnasium?
Auf Beginn des nächsten Schuljahres wird der Standort Linde des
Seeland Gymnasiums Biel aufgegeben. Nach den Sommerferien wird deshalb
am Standort Strandboden eine beträchtliche Anzahl zusätzliche
Schülerinnen und Schüler zu unterrichten sein.
Dazu meine Fragen an den Regierungsrat:
1. Stimmt es, dass sich am Standort Strandboden der notwendige Bau von
Schulraum-Provisorien verzögert?
2. Welche Massnahmen sind vorgesehen, um nach den Sommerferien einen geregelten
Schulbetrieb sicher zu stellen?
3. Ist es aus Sicht des Regierungsrates Schülerinnen und Schülern
mit einem mehr als einstündigen Schulweg zumutbar, am Abend bis 18.30
Uhr und am anderen Morgen bereits um 07.30 Uhr Unterricht zu besuchen?
Ruedi Löffel, Grossrat EVP
Hier die mündliche Antwort von Erziehungsdirektor Pulver:
Die Antwort auf die erste Frage: Ja. Aufgrund der Einsprachen des Heimatschutzes
und desNetzwerks Bielersee können die Provisorien nicht wie vorgesehen
im August bezogen werden. Dies verzögert sich um die für die
Einspracheverfahren notwendige Zeit. Mit den Einsprechenden wurde über
einen alternativen Standort für die Provisorien gesprochen, auf welchem
frühestens per Ende Jahr Provisorien bereitgestellt werden könnten.
Ein Bezug der Provisorien auf den Spätsommer hin wäre somit
nur bei einem sofortigen Rückzug der Einsprachen möglich. Ich
kenne den neusten Stand der Einsprachen nicht. Worauf sich der Rückzug,
der zum Teil zur Diskussion steht, bezieht, kann ich im Moment nicht sagen,
da ich dies in den letzten 24 Stunden nicht mehr abklären konnte.
Zu Frage 2.
Es wurden zahlreiche Massnahmen getroffen. Das Gymnasium kannRäume
in der Schule für Gestaltung nutzen. Es wird Halbklassenunterricht
gestrichen. Sitzungs- und Arbeitszimmer wurden zu Unterrichtsräumen
umfunktioniert. Die Belegung der Schulzimmer wurde in Zusammenarbeit mit
dem Gymnase français verdichtet. Das Zeitfenster für den Unterricht
wurde bis 18.30 Uhr verlängert. Diese Massnahmen sind kurzfristig
vertretbar, würden aber mittelfristig die Schulanlage Strandboden
und die beiden Gymnasien, welche diese nutzen, enorm belasten.
Zu Frage 3.
Der Schulbeginn der Gymnasien auf dem Strandboden ist seit langem 7.30
Uhr. Für Schülerinnen und Schüler, die so früh beginnen,
wird die letzte Lektion am gleichen Tag nicht belegt, um übermässig
lange Arbeitstage zu verhindern. Im Vergleich zu anderen Lernenden auf
der Sekundarstufe II scheint es dem Regierungsrat für eine befristete
Zeit zumutbar, an einzelnen Tag bis 18.30 Uhr Unterricht zu haben und
am nächsten Tag wieder um 07.30 Uhr zu beginnen. Die neusten Informationen
kann ich Ihnen nicht geben. Es ist mir nicht möglich, aus Zeitungen
zu informieren. Ich müsste dann wissen, was effektiv Sache ist. Und,
wie gesagt, bin ich in den letzten 24 Stunden nicht dazu gekommen, Zeitung
zu lesen. In der Zeitung steht offenbar, dass die Einsprache gegenüber
den Provisorien immer noch gleich ist.
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