Solothurner Zeitung 11.04.14
Mit Ausnahme der SVP kämpfen alle Berner Parteien für ein
Ja
Kantonale Abstimmung Ein doppeltes Nein zum Pensionskassengesetz
käme teuer zu stehen.
Im Kanton Bern kämpfen Arbeitgeber, Angestellte, Linke und Bürgerliche
gemeinsam für das neue Pensionskassengesetz. Sie empfehlen den Stimmberechtigten
am 18. Mai ein doppeltes Ja zu der «sicheren und ausgewogenen Vorlage».
An der Gesetzesrevision führe aufgrund der Bundesvorgaben kein Weg
vorbei, betonten Vertreter des Komitees
am Donnerstag vor den Medien. Bei einem doppelten Nein stünde man
vor einem Scherbenhaufen. Die beiden Kassen für die Kantonsangestellten
und die Lehrer müssten dann im Eilzugstempo saniert werden. Eine
Ausfinanzierung innert zehn bis zwölf Jahren brächte sowohl
für die Arbeitnehmer als auch für den Kanton eine «unzumutbare
Belastung» mit sich. Die beiden Vorlagen des Grossen Rates seien
dagegen hart, aber fair. (...)
«Bei einem doppelten Nein
gibts nur Verlierer.»
Ruedi Löffel, EVP
«Spatz in der Hand»
«Bei einem doppelten Nein gibt es nur Verlierer», betonte
Grossrat Ruedi Löffel (EVP) vor den Medien. «Das veraltete
Leistungsprimat wäre dann immer noch nicht aus der Welt geschafft
», ergänzte Grossrat Adrian Haas (FDP), der Direktor des bernischen
Handels- und Industrievereins.
Aus Sicht des Personals bringe das neue Gesetz zwar kaum Verbesserungen
räumte der Grünen-Grossrat und VPOD-Gewerkschaftssekretär
Blaise Kropf ein. Doch mehr sei nicht herauszuholen: In einem zweiten
Anlauf würde das Parlament kaum eine personalfreundlichere Lösung
ausarbeiten. Deshalb gelte am 18. Mai das Motto «Lieber den Spatz
in der Hand als die Taube auf dem Dach». (...)
zurück
|